Gebrauchsinformationen zum Buch: „Don’t Go Veggie“

Don't Go VeggieDieses Buch verdient eine Rezension in Form eines „Beipackzettels“ für ein Medikament. Denn es kann eine ähnliche Wirkung haben.

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit dem Lesen dieses Buches beginnen.

1. Was ist „Don’t Go Veggie“ und wofür wird es angewendet?
Mit dem Buch „Don’t Go Veggie“ stellen die Autoren Udo Pollmer, Georg Keckl und Klaus Alfs in 75 Kapiteln „Fakten zum vegetarischen Wahn“ vor. Sie rechnen nach, ob tatsächlich 16 Kilogramm Getreide oder 15.000 Liter Wasser für für 1 Kilogramm Rindfleisch notwendig sein können, wie überall behauptet.

Wer hinter die perfiden Methoden ideologisch motivierter Argumentation blicken möchte, erhält in diesem Buch ausreichend Einblicke. Die Autoren schreddern viele falsch in die Welt gesetzten Faustzahlen, die in die Diskussion um Landwirtschaft und Ernährung eingebracht werden. Dabei sparen Sie nicht an Spott, werden aber niemals so gehässig wie es die Gegenseite im Internet ist.
Ein Wirkstoff des Buches ist die Polemik – und diese ist auch die Sollbruchstelle bei der Kritik am Buch. Wer den Sachargumenten aus dem Wege gehen will, wird das Buch aufgrund der Polemik kritisieren. Oder persönliche Angriffe gegen die Autoren führen.

Anzuwenden sind die mit vielen Quellen belegten Fakten in Leserbriefen an Redaktionen, NGOs oder bei Diskussionen in sozialen Medien.
Insbesondere Social Media Redaktionen profitieren von dem im Buch gesammelten Wissen und sind damit für Meinungsverschiedenheiten auf ihren Facebook-Seiten argumentativ gut gewappnet. Wer für Diskussionen über vegane Ernährung sachliche Argumente sucht, zieht aus dem Buch genug Informationen, um schlagfertig kontern zu können.
Das Buch ist insbesondere als Lektüre für Journalisten und Lehrer zu empfehlen, um ihr Wissen über Veganismus und dessen tatsächliche politische Ziele aufzufrischen.

2. Was müssen Sie vor dem Lesen von „Don’t Go Veggie“ beachten?
Wenn Sie mit dem Lesen des Buches beginnen, sollten Sie sich gut vorbereiten. Legen Sie die Lesezeit am besten in die Abendstunden und nehmen Sie sich nichts weiteres vor. Kulinarisch ist es empfehlenswert, dabei abwechselnd Tofu-Snacks und Pfefferwurzen zu knabbern um sich mit allen Sinnen der Thematik zu widmen.

3. Wie sollten Sie „Don’t Go Veggie“ lesen?
Das Buch ist baldmöglichst zu benutzen. Je nach freier Zeit kann mit einer Dosis von einem Kapitel pro Tag begonnen werden und diese auf ein Mehrfaches gesteigert werden. Wenn Sie vergessen haben eine Dosis einzunehmen, können Sie diese später nachholen. Haben Sie zu lange darin gelesen, können Sie auch mal pausieren. Mögliche Nebenwirkungen siehe Punkt 4.
Wenn Sie in der Bahn mit wildfremden Menschen ins Gespräch kommen möchten, könnte Ihnen das mit diesem Buch in Berlin sehr wahrscheinlich passieren. Wenn Sie jedoch dem Buch die volle Aufmerksamkeit schenken möchten, ist die Einnahme nach Punkt 2. empfehlenswert.
Verfolgen Sie neben dem Lesen auf Facebook Diskussionen über Ernährungs- oder Landwirtschaftsthemen und Sie haben Ihre Live-User-Experience!

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann „Don’t Go Veggie“ beim Lesen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Menschen auftreten müssen.
Das Einstreuen der Fakten in soziale Netzwerke zu Ernährungs- oder Landwirtschaftsthemen könnte dort zu heftigen Reaktionen der Diskussionsteilnehmer führen. Die im Buch vorhandene Dosis an Argumenten und Quellenangaben kann vegane Shitstorms löschen oder diese auch wiederbeleben helfen. Vereinzelt wurde von Mundtrockenheit und Atemlosigkeit berichtet. Über Fälle von Herzklopfen, Herzjagen, Bauchschmerzen und Rastlosigkeit wurde sehr selten berichtet.

5. Wie ist „Don’t Go Veggie“ aufzubewahren?
Das Buch ist als Standardwerk für die professionelle Kommunikation in Social Media unverzichtbar und sollte daher immer in Reichweite eines Computers oder auch eines Smartphones aufbewahrt werden.
Aufgrund seines schmalen Buchrückens ist es wenig nützlich, ein Buchregal zu füllen. Die provokante Titelseite kann aber jederzeit interessante Diskussionen anstoßen, daher sollte das Buch am besten immer offen mit der Titelseite nach oben in Ihrer Wohnung, z.B. in der Küche, platziert sein.

6. Weitere Informationen
Denkbar ist, dass die Wirkstoffe des Buches „Don’t Go Veggie“ zukünftig auch unter der Bezeichnung „75 sachliche Argumente in der Ernährung unter besonderer Berücksichtigung der Landwirtschaft“ als weniger spöttische „Light-Version“ auf den Markt kommen.
Als „Don’t Go Veggie – forte: Allein unter 75 Tofu-Nutten“ wird sicherlich noch eine Comic-Serie folgen.

Auf jeden Fall ist das Buch ein guter Anstoß, damit wir für Extremismus in allen Ausprägungen wachsam bleiben.

Link zum Verlag: http://www.hirzel.de/sachbuch/titel/60282.html

6 Kommentare zu „Gebrauchsinformationen zum Buch: „Don’t Go Veggie“

Gib deinen ab

  1. Bei den gutmenschelnden Einpeitschern des grünen Wahns kann sarkastische Polemik gar nicht oft genug angewandt werden! Diesem esskorrekten Gesindel muß man die eigene Blödheit immer wieder auf die Nase schlagen, und zwar solange, bis sie wieder ganz normale Allesfresser sind.

    1. Ob dieses Buch mit seiner Polemik ernster genommen wird als wenn es in Form einer nüchternen Darstellung erschienen wäre – ich weiß es nicht. Meine ebenso sarkastische Rezension hat mir jetzt schon gezeigt, wie schwer es Satire mit quasi-religiösen Themen hat: Viele heftige Kommentare werde ich nicht freischalten.

  2. Unser Verein hat sich das Buch “Don’t Go Veggie” natürlich nur ausgeliehen, (beim Kauf würde man die Autoren für so einen Mist unterstützen.)
    Sehr schlecht geschrieben und recherchiert, verdrehte Fakten, Halbwahrheiten und viel Polemik würden dieses Buch am besten beschreiben.
    Wer gerne in seiner ungesunden Ernährung bestätigt werden möchte, für den ist dieses Buch wie geschaffen. (Udo Pollmers dümmliche, primitive Zielgruppe die zahlwillig ist und ihm jeden Scheiß abkauft)
    Finger Weg für all jene, die an seriöser wissenschaftlicher Literatur interessiert sind.

    1. Es wäre sicher hilfreich, wenn Sie konkrete Angaben zu den „verdrehten Fakten und Halbwahrheiten“ geben könnten. Das Buch fordert auch nicht zu einer ungesunden Ernährung auf. Oder haben Sie etwas ein anderes gelesen? Das Buch kritisiert und widerlegt die Thesen eines ideologischen, selbsterhöhenden Veganismus – und weist auf manche historischen Wurzeln hin. Gerade daher sollte jeder wachsam sein, welcher „Welle“ er folgt. Irgendwann wird der Vorhang fallen.

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